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Meine Geschichte

Ich wurde von meiner alleinstehenden, hart arbeitenden Mutter grossgezogen; und nun ist es für meine Kinder Iskander und Kalena das gleiche. Bevor ich Iskander bekam, nahm ich an, dass ich weiterhin auswärts weiterarbeiten würde. Nach seiner Geburt dachte ich mir, ich würde meine internationale Berufstätigkeit fortsetzen, an den Wochenenden heimfliegen und für Iskander ein Kindermädchen suchen, dass sich um ihn kümmert. Ich hatte keine Vorstellung davon, dass ich nach seiner Geburt nicht mal mehr ohne ihn ins Badezimmer "fliegen" würde. Dem Rat der Hebamme, den Richtlinien der "La Leche League", der Mutter-Kind-Beziehungs-Theorie, der Empfehlung des Kinderarztes sowie meinem Herzen folgend, widmete ich mich die ersten neun Monate vor allem Iskander, um ihm den Übergang in unsere Welt zu vereinfachen. Zur gleichen Zeit fing ich an, mir über unsere finanzielle Situation Sorgen zu machen. Ich fing an, ausser Haus zu arbeiten und hoffte, es würde helfen (die neun Monate, die ich Iskander's Wohlbefinden widmete, trugen nicht dazu bei, in anderen Bereichen klare Gedanken zu fassen).

Seit ich die Universität verlassen hatte (ich habe einen Abschluss in Französisch und Internationalen Beziehungen von der Universität Ohio Weslayan und einen Master in Internationalem Business Management von der Internationalen Universität de las Americas), hatte ich immer zwei bis drei Arbeitsstellen gleichzeitig; Arbeit machte mir nicht Angst. Im Gegenteil, ich mochte es zu arbeiten und es erschien mir "normal" wieder Arbeit aufzunehmen. Nun ja, diesmal war überhaupt nichts Erfreuliches daran zu entdecken, ausser dass ich neue Leute traf. Iskander wurde krank, ich wurde krank, und unser Leben drohte sich ins Chaos aufzulösen. Ich kündigte nach drei Monaten und wusste, dass ich mein Talent nun in ein eigenes Unternehmen stecken musste, von dem meine Familie leben kann.

Kaps Place - eine Familientradition

Kaps Place ist die Fortsetzung unserer Familientradition, auf die Bedüfnisse anderer einzugehen. Unsere Familie ist seit über 40 Jahren in der Hotel- und Tourismusbranche tätig. Zusätzlich ist mein Stiefvater Art Staley von den USA und seine Familie und Freunde besuchten uns oft. Wir liebten es Gästen unser Land zu zeigen und ihnen den Aufenthalt angenehm zu machen. Die Worte "Service, Unterstützung und Gäste" pulsieren in unseren Adern. Ich erinnere mich an einen Morgen, als ich 16 war und noch schlief. Meine Mutter klopfte an meine Tür, damit sie einigen "Muchachos" (Jungs) mein Zimmer zeigen konnte. Ich war nicht gerade glücklich darüber, aber in weniger als zwei Stunden hatten wir unseren "Lebensraum" angepasst, um drei Universitätsstudenten bei uns unterzubringen, die meine Mutter auf dem Markt getroffen hatte.

Ein gemeinsamer Erfolg

Wir besitzen das Haus, in dem heute Kaps Place ist, seit 1983. Zeit und Geld um das daraus zu machen, was es heute ist, waren eine gute Investition. Ich verdanke unseren Erfog Gott und unseren Gästen. Von Anfang an haben die Gäste auf so vielfältige Art geholfen, dass ich nicht weiss, wo ich mit Bedanken beginnen soll. Über die Jahre haben sie gestrichen, Baumaterial den langen Gang herein getragen, Iskander und nun auch Kalena babygesittet, sich um das Gästehaus gekümmert damit ich mal eine Pause machen konnte, die Tür für neue Gäste geöffnet, Anrufe beantwortet, wenn ich mal schnell weg musste, für uns gekocht und uns sogar Geld für Renovierungsarbeiten geliehen. Mein grösster Schatz waren und sind meine Gäste. Aber wir könnten auch nicht erfolgreich sein, ohne die Hilfe unserer

"Chicas" und "Chicos" (Mädchen und Jungs).


Sie lächeln und singen immer - und manchmal tanzen sie sogar. Meine Hilfen geben Kaps Place eine positive Energie. Alle helfen auf ihre eigene Art mit, den Aufenthalt der Gäste angenehm zu gestalten. Durch jede Bitte von Ihnen lernen sie dazu - und umso mehr können sie den Gästen bieten. Sie sind sehr vertrauenswürdig und tragen alle die gleiche Verantwortung für die Aufgaben in Kaps Place.
Jeder meiner MitarbeiterIn hat einen speziellen familiären Hintergrund. Ich stelle Ihnen eine Arbeitsumgebung zur Verfügung, in der ihre Stärken und Schwächen erkannt werden und wo ihr Potential zur vollen Entfaltung kommen kann. Ich freue mich, wenn Sie mir bei dieser Aufgabe helfen wollen.
Neue Gäste in Kaps Place sind von der Atmosphäre positiv überrascht. Und ich sage ihnen, dass ich wirklich das Glück habe, dass mich immer die nettesten Leute besuchen. Und sie antworten, dass sie sich von unserer positiven Energie angezogen fühlen - und das ist es, was unser Haus so einmalig macht. Normalerweise tauschen unsere Gäste schon kurz nach der Ankunft ihre Erfahrungen aus, wenn sie mit anderen das gemeinsam Gekochte essen. Sie planen Aufenthalte in anderen Landesteilen, spielen, lesen meinen Kindern vor, gehen zusammen aus oder machen es sich einfach bei einer Unterhaltung im "Wohnzimmer" gemütlich. Tatsächlich ist für viele Gäste das "gemütlich machen" ein grosser Teil ihres Aufenthaltes bei uns. Diejenigen, die immer wieder zu uns zurückkehren, freuen sich das Sofa, die Schaukelstühle und Hängematten zu sehen. Manchmal ist es schwierig, sich zu Hause zu entspannen - aber in Kaps Place ist das das Einzige, was Sie zu tun haben! Alles andere erledigen wir für Sie.

Iskander

Iskander ist fast 6 Jahre alt (er ist am 29. 6. 1998 geboren). Er zeigt den Gästen ihre Zimmer, erklärt wieviele Betten dort sind und beantwortet Telefonanrufe (ein paar Anrufe sind uns so leider "verloren" gegangen, aber das gehörte eine zeitlang einfach dazu). Seine Fähigkeiten sind inzwischen besser entwickelt und er kann sich selbst helfen oder einen Erwachsenen dazuholen. Eines Tages wird Iskander für Kaps Place verantwortlich sein und ich kann dann mit den Gästen, denen ich bei der Ferienplanung geholfen habe, reisen.

Iskander hat viel Spass mit unseren Gästen und erinnert sich immer lange an sie. Herr Evans kam an als Iskander einen Monat alt war und blieb für ein ganzes Jahr. Er war Zeuge für Iskander's wachsende Bewegungsfähigkeiten: Vom Strampeln, zum Krabbeln, bis er schliesslich in Herrn Evans Raum stolpern konnte, angelockt durch Popcorn- oder Chips-Angebote. Andere Gäste lernten Iskander kennen, als er gerade stehen und laufen lernte und als sie wieder kamen, spielten sie Fussball und Basketball mit ihm. Iskander hat das Glück, die grösste und netteste Familie zu haben, die sich ein Kind wünschen kann. Die Vrekens haben ihn verwöhnt, indem sie beim Abendessen seinen Broccoli-Appetit stillten, als er eineinhalb Jahre alt war. Tim und Georgia halfen ihm Grenzen aufzuzeigen, weil sie ihn nicht alles essen liessen, was es gab. Emily führte ihn in die echte Fussballwelt ein. Sie spielte unzählige Stunden mit ihm und schenkte ihm einen Torrahmen, einen Fussball und ein Trikot unserer Nationalmanschaft (Iskander will nun der nächste Wanchope von Costa Rica werden). Amy öffnete ihm durch ihre fürsorgliche und liebevolle Art die Türen zur französischen Sprache und zur Musik. Die letzten zwei wichtigen Menschen für Iskander waren Myrt und Katie. Wir freuen uns wirklich auf Eure Wiederkehr!

Kalena

Die neueste Bereicherung unserer Familie und unseres Gästehauses ist seit dem 3. Juli 2002 Kalena. Sie hat uns während der vergangenen 24 Monate viel Freude und lebhafte Abwechslung gebracht und ist nun der Hauptempfänger der Zuneigung und Aufmerksamkeit unserer Gäste. Meine Kleine ist nicht mehr als eine Handvoll, hält uns aber alle ab 5 Uhr morgens auf Trab... Deshalb biete ich in den Räumen, die nahe zu unseren Schlafzimmern gelegen sind, Ohrenstöpsel an, und bitte Sie, selber welche mitzubringen. Ich freue mich natürlich auch über grössere Spenden von Ohrenstöpseln, denn sie sind hier schwer zu bekommen... Aber für die Gäste, die keine eigenen mitbringen, sind bei uns immer genügend vorhanden. Andere willkommene Spenden sind alle Arten von Tees, die unsere Gäste dann geniessen können.

Ich könnte ewig weiterschreiben. Die Ereignisse sind zahlreich, die Erfahrungen wunderbar und unsere Gäste einmalig. Im Namen meiner Kinder möchte ich allen für die Zeit und Liebe danken, die Sie ihnen während Ihrer Aufenthalte bei uns gegeben haben. Iskander und Kalena sind dank unserer Gäste offen, vertrauensvoll, fröhlich und über all dem glücklich. Jeder Gast hat einen speziellen Platz in meinem Herzen und in meinem Leben.

Meine Mutter Isabel

Schliesslich möchte ich auch noch meiner Mutter Isabel für ihre ganze Unterstützung danken. Sie hat mir während diverser Durststrecken immer grossartige emotionale und finanzielle Unterstützung gegeben. Meine Mutter kümmert sich um ihre Cabinas Playa Cacao, ihre eigene Mutter und uns - und das alles alleine. Wenn in unserer Familie jemand Hilfe braucht, wenden sich alle an sie. Ich kann mit jedem Problem zu ihr kommen. Schon dadurch ihr zuzuhören, entsteht das Gefühl, dass alles gut werden wird. Bei anderen Gelegenheiten habe ich mich an Gäste wie Cornelia, Georgina, Emily, Amy, Rachel und Jennifer, Myrt & Katie gewandt, was meine Mutter etwas entlastete. Jeden Tag danke ich Gott für meine einzige und einzigartige Mutter und für meine Gäste, die eine Familie und ein Segen sind - nicht nur für Iskander und Kalena, sondern auch für mich.

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